Babyhaut & Babypflege

Babyhaut

Die Haut ist beim Mensch das größte Organ. In Relation zum Körpervolumen ist die Hautoberfläche eines Babys sogar etwa doppelt so groß wie beim Erwachsenen. Bei gleicher Anzahl von Schichten ist die Haut eines Babys circa fünf- bis zehnmal so dünn wie die Erwachsenenhaut. Die lebenswichtigen Schutz- und Stoffwechselfunktionen, Sinneswahrnehmung, Temperaturregulation, Atmung und Ausscheidung sind im Babyalter (erstes Lebensjahr) zum Teil noch deutlich eingeschränkt und stellen sich nach der Geburt erst langsam auf ein Leben außerhalb des Mutterleibes ein.

Die Funktion der Talg- und Schweißdrüsen ist noch unausgereift. Hierdurch ist der Säureschutzmantel noch nicht voll ausgebildet. Die Zahl der Talgdrüsen ist schon fast vollständig, jedoch sind sie noch sehr klein. Ihre volle Größe und Funktion erlangen die Talgdrüsen erst in der Pubertät durch hormonellen Einfluss.

Besonderheiten der Babyhaut

Bis kurz nach der Geburt bietet die Käseschmiere einen Schutz vor Austrocknung und Wärmeverlust. Neben dem verminderten Fettgehalt hat die Babyhaut einen hohen Feuchtigkeitsgehalt. Hierdurch ist sie besonders weich und straff aber auch besonders empfindlich bei starker Kälte (Erfrierungsgefahr) und gegenüber mechanischen Traumata (Blasenbildung). Durch den verminderten Fettgehalt (verminderte Talgproduktion) ist die Babyhaut weniger widerstandsfähig gegenüber Reizstoffen wie Speichel und Exkrementen. Auch ist sie noch nicht mit der physiologischen Hautflora besiedelt, die das Eindringen von pathogenen Bakterien und Pilzen verhindert.

Zusätzlich ist das hautassoziierte Immunsystem, das Fremdkörper abwehrt, noch nicht ausgereift. Weiterhin ist die Hornschicht beim Baby noch kaum ausgebildet und die Hornzellen weniger dicht gepackt. Hierdurch ist die Babyhaut besonders weich, aber auch leicht verletzlich und verstärkt durchlässig für Fremdstoffe, Keime und UV-Strahlen.

Was muss ich bei der Sonnencreme für ein Baby beachten?

Bei Babys ist auch die Melaninproduktion als natürlicher Schutz gegen UV-Strahlen noch stark vermindert. Daher erklärt sich, dass Babys im ersten Lebensjahr nie der direkten Sonne ausgesetzt werden dürfen. Durch die eingeschränkte Barrierefunktion ist die Babyhaut verstärkt anfällig für Hautinfektionen, Austrocknung und Sonnenbrand und bedarf einer besonderen Pflege. Schon geringe Zeiten ungeschützt in der Sonne reichen aus, um die Babyhaut zu verbrennen. Bereits fünf bis zehn Minuten genügen, um einen Sonnenbrand bei einem Baby auszulösen.

Wählen Sie für das Baby eine Sonnencreme mit LSF 50 oder höher und achten Sie auf Kleidung, die vor UV-Strahlen schützt. Denken Sie dabei auch daran, den Kopf des Babys mit einer Mütze zu bedecken. Die Sonnencreme für das Baby sollte wie bei der Babypflege generell auf Zusatzstoffe verzichten, um die zarte Babyhaut nicht zu belasten. Achten Sie darauf, die Sonnencreme beim Baby nach einem Bad aufzufrischen, um den Sonnenschutz nicht zu verlieren.

Einen leichten Sonnenbrand bei einem Baby können Sie mit einem feuchten Tuch kühlen – achten Sie jedoch darauf, dass das Baby nicht friert. Bei einem stärkeren Sonnenbrand (beispielsweise mit Bläschenbildung) sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen. Der Sonnenbrand beim Baby sollte nicht unterschätzt und unbedingt vermieden werden. Erfahren Sie in unserem Lexikon mehr über Sonnenschutz und Lichttypen.

Die Temperaturregulation der Babyhaut

Weiterhin ist die Temperaturregulation beim Baby noch unausgereift. Steigt die Körpertemperatur zu sehr an, kann der erwachsene Mensch seine Hautoberfläche kontrolliert über die Schweißausscheidung abkühlen. Da Babys hierzu nur sehr eingeschränkt in der Lage sind, besteht Überhitzungsgefahr. Andererseits können Babys über die Haut auch sehr stark auskühlen. Das Unterhautfettgewebe ist noch nicht voll entwickelt, wodurch Babys schnell frieren. Vor allem über den – im Verhältnis zum restlichen Körper sehr großen und noch wenig behaarten – Kopf und über die noch nicht verknöcherte Fontanelle besteht ein erheblicher Wärmeverlust. Bei Babys sollte demnach auf eine Kopfbedeckung geachtet werden.

Dermakosmetische Basispflege

Ziel der Babypflege ist es, die Hautbarriere zu stärken und die natürlichen Schutzfunktionen zu erhalten. Die hohe Empfindlichkeit der zarten Babyhaut verlangt einen behutsamen und sorgfältigen Umgang. Bei der Pflege von Babyhaut gilt der Grundsatz: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Es soll vor allem ein Schutz vor Austrocknung, Kälte und Reizstoffen insbesondere im Mund- und Windelbereich erzielt werden. Hierbei sollten nur für Babys ausgewiesene, milde und hautverträgliche Babypflegeprodukte eingesetzt werden. Diese sollten möglichst frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sein und nicht zu dick aufgetragen werden. Ein zu häufiges Baden in Leitungswasser trocknet die Haut aus. Daher sollten dem Badewasser gegebenenfalls rückfettende Badeöle (z. B. auf der Basis von Mandel- oder Borretschöl) zugesetzt werden. Nehmen Sie für das Baby ein Shampoo, das die Hautfeuchtigkeit bewahrt und die Haut nicht zusätzlich austrocknet. Vor Kälteexposition empfiehlt es sich, wasserfreie Schutzsalben auf das Gesicht und ggf. die Hände aufzutragen. Wählen Sie hierbei für das Baby eine Creme, die schnell einzieht und die zarte Haut nicht reizt.

Babypflege beim Windeln wechseln

Der Windelbereich sollte möglichst trocken gehalten, Stuhlreste mit einem Babyöl entfernt und Haut und Hautfalten mit einer schützenden Babycreme gepflegt werden. Hier eignen sich besonders auch Cremes mit einem hohen Anteil an gamma-Linolensäure (z. B. aus Borretschöl), da die Babyhaut diesen wichtigen barrierestärkenden Stoff in noch zu niedrigen Konzentrationen besitzt. Der beste Schutz vor Hautentzündungen im Windelbereich ist häufiges Wickeln, ggf. auch nachts. Bei Rötungen kann in der Säuglingspflege eine leichte Pflegecreme mit Süßholzwurzel-Extrakt aufgetragen werden, da Süßholzwurzel-Extrakt für seine hautberuhigenden Eigenschaften bekannt ist. Bei anhaltenden Rötungen, Bläschen und nässender Haut handelt es sich meist schon um eine Windeldermatitis, die mit einer medizinischen Windelcreme behandelt werden muss.

Neurodermitis beim Baby

Auch bei einem Baby ist Neurodermitis keine Seltenheit: Ungefähr 10% aller Babys leiden unter dieser chronischen Hauterkrankung. Bei Neurodermitis beim Baby gibt es wie bei einem Erwachsenen gewisse Dinge zu beachten: Achten Sie auf reichhaltige Pflege, die die trockene Babyhaut mit langfristiger Feuchtigkeit versorgt. Die Babypflege sollte bei Neurodermitis besonders stark darauf achten, auf reizende Inhaltstoffe zu verzichten und Juckreiz zu mildern. Erfahren Sie in unserem Lexikon mehr über Neurodermitis. Wenn Ihr Baby einen Ausschlag im Gesicht aufweist, fragen Sie den Kinderarzt, ob es sich eventuell um eine Kontaktallergie handeln kann. Da Babyhaut sehr empfindlich ist, kann sehr schnell eine Allergie der Haut auftreten.

DADO SENS Pflegeempfehlung: Was ist die richtige Babypflege?

Intensiv-Creme bei trockener Haut beim Baby

 

Trockene Haut beim Baby: Die ExtroDerm Intensiv-Creme versorgt die zarte Babyhaut langfristig mit Feuchtigkeit und schützt sie vor dem Austrocknen. Borretschsamenöl, Urea und Panthenol beruhigen die Haut bei Juckreiz und machen sie widerstandsfähiger. Auch bei Neurodermitis beim Baby geeignet.

Creme für Baby gegen Juckreiz

 

Stark gereizte Bereiche: Die ProBalance Akut Beruhigende Akut-Creme wirkt Rötungen entgegen und kann akutes Brennen und Juckreiz mildern. Die Creme ist auch bei Neurodermitis geeignet und daher die perfekte SOS-Pflege bei Reizungen und Rötungen bei Babys.

 

 

  • Sonnencreme für Baby LSF 30
  • Baby Sonnencreme LSF 50

 

Sonnenschutz beim Baby: Die SUN Creme Kids SPF 50 unterschützt die Säuglingspflege durch hohen Sonnenschutz für die extrem sonnenempfindliche Babyhaut. Bei älteren Kindern empfehlen wir außerdem die SUN Creme Kids SPF 30.